MRD präsentiert neues TC light® Konzept

Mit der TC light® (Touring Car light) hat MRD ein international ausgerichtetes Regelwerk für seriennahe Tourenwagen entwickelt. Die Kategorie ist für nationale Meisterschaften konzipiert und positioniert sich als professionelle und zugleich kosteneffiziente Plattform unterhalb des internationalen Profisports.

TC light® richtet sich an ambitionierte Fahrer, Teams und Konstrukteure, die mit einem Saisonbudget von unter 100.000 Euro professionellen Motorsport betreiben möchten – ohne auf Chancengleichheit, technische Qualität und attraktive Rennsportplattformen zu verzichten.

Im Gegensatz zu herstellergebundenen und zeitlich begrenzten Markenpokalen ist TC light® markenunabhängig und langfristig angelegt. Das Konzept kann sich dabei parallel zur technischen Entwicklung moderner Serienfahrzeuge weiterentwickeln.

Das Grundkonzept: Einheitlicher Antriebsstrang

Das Herzstück der TC light® ist die TC light® Power Unit – ein einheitlicher Antriebsstrang für alle Fahrzeuge. 

Die gemeinsame Basis bildet ein moderner Turbomotor mit ca. 280 PS und 350 Nm, kombiniert mit einem 6-Gang-Einheitsgetriebe und Sperrdifferential. Ein einheitliches Motorsteuergerät (ECU) stellt sicher, dass die Power Unit als geschlossenes System eingesetzt wird.

Damit verfolgt TC light® einen für den Multimarken-Tourenwagensport besonderen Ansatz: Die einheitliche Power Unit schafft Chancengleichheit und reduziert gleichzeitig Entwicklungs-, Betriebs- und Revisionskosten. Für Hersteller und Konstrukteure entfallen die aufwendige Eigenentwicklung von Motor und Getriebe sowie die Notwendigkeit einer leistungsseitigen Balance of Performance zwischen unterschiedlichen Antriebskonzepten.

Professionelle Fahrzeuge mit klarer Kostenstruktur

Die TC light® Fahrzeuge basieren auf Großserienfahrzeugen der Kleinwagenklasse (Segment B). Voraussetzung für die Homologation sind eine maximale Fahrzeuglänge von 4,10 Metern und eine jährliche Serienproduktion von mindestens 2.500 Fahrzeugen.

Das technische Reglement schafft gezielte Freiheiten an Karosserie, Fahrwerk, Radaufhängung und Bremssystem. So können die Fahrzeuge professionell und zuverlässig für den Rennstreckeneinsatz entwickelt werden, ohne den Fokus auf überschaubare Entwicklungs-, Anschaffungs- und Betriebskosten zu verlieren.

Das Fahrzeug-Setup wird im Wesentlichen über Feder-/Dämpfereinstellung, Radgeometrie, Stabilisatoren und Reifendruck bestimmt. Ein einheitlicher Heckflügel bildet das zentrale aerodynamische Abstimmungselement. Begrenzte Stückzahlen bei Slick- und Regenreifen sorgen zusätzlich für Kostenkontrolle und Chancengleichheit.

Die Kosten für ein rennfertiges TC light® Fahrzeug sind auf 75.000 Euro begrenzt. Durch die mehrjährige Nutzung innerhalb eines Teams lassen sich die Investitionskosten auf mehrere Saisons verteilen und damit langfristig kalkulierbare Einsatzbudgets realisieren.

Multimarken-Konzept mit internationalem Anspruch

Das TC light® Konzept ist auf eine europaweite und internationale Verbreitung ausgelegt. Die Regularien können unabhängig vom Austragungsort in nationale Meisterschaften integriert und an unterschiedliche Markt- und Veranstaltungsstrukturen angepasst werden.

Bereits früh suchte MRD den Austausch mit der FIA (ETCC) und zahlreichen nationalen Motorsportverbänden. Ziel war es, eine moderne, kosteneffiziente Alternative für den seriennahen Tourenwagensport unterhalb der TCR-Kategorie zu schaffen.

Das TC light® Konzept von MRD wurde von der FIA unter dem Namen „Touring Car Lite (TCL)“ aufgegriffen und als eigenes Reglement in Anhang J, Artikel 265, veröffentlicht.

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